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Dr. Daniel Toben
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Salugenarium

Einige Menschen, mit denen ich gesprochen habe, fragten mich, was „Salugenarium“ bedeuten soll. Ich erkläre zunächst immer, dass es sich um ein Kunstwort handelt. Es steckt die Wortwurzel „Salus“ – lateinisch „das Heil“ und das Verb „Genesis“, Geburt oder Entstehung, also „Gesundwerdung“ oder schlicht „Heilung“.

 

Salugenarium lehnt sich an die Theorie der Salutogenese nach Aaron Antonovsky an. Das Konzept der Salutogenese ist als Gegensatz zur Pathogenese zu verstehen – also der Entstehung von Krankheiten.  

 

Während die Pathogenese davon ausgeht, dass normalerweise selbstregulierende, homöostatische Prozesse bei einer Krankheit entreguliert werden, sind bei der Salutogenese Heterostase, Unordnung und ständiger Druck in Richtung zunehmender Entropie für lebende Organismen charakteristisch. Antonovsky kommt zu dem Schluss, dass „Krankheit, wie auch immer sie definiert ist, keineswegs ein unübliches Ereignis ist“. Entsprechend formuliert er keine Dichotomie von Gesundheit und Krankheit, sondern ein „Gesundheits-Krankheits-Kontinuum“ und spricht von „health – dis-ease – disease“ (Gesundheit – Un-behagen – Krankheit): „Wir sind alle sterblich. Ebenso sind wir alle, solange noch ein Hauch von Leben in uns ist, in einem gewissen Ausmaß gesund.“ (Dtsch. Ärzteblatt, 8/2019)

 

Das Ringen von Chaos und Ordnung ist zudem die Wurzel der Kreativität. Der Arzt Eckhard Schiffer kennzeichnet Salutogenese als „Schatzsuche“ im Unterschied zur „Fehlerfahndung“ der herrschenden pathogenetisch orientierten Denkrichtung in Medizin und Pädagogik. Insofern möchte ich Sie einladen, mit mir auf Schatzsuche zu gehen.


Das Logo

Auch zum Logo gab es Fragen. Das Logo vereint die Idee des Baums des Lebens mit dem Konzept von Yin und Yang.

 

Der Baum als Symbol und Mythos ist in vielen Kulturen fest verankert. Beispiele sind der Baum des Lebens in der Bibel, die Weltesche Yggdrasil der Germanen, der Baum des Erwachens im Buddhismus oder der Baum der Unsterblichkeit in China. Der Baum ist auch seit langem ein Symbol in der Orthopädie. Oft steckte hierin die Idee, den Baum zu erziehen oder zu begradigen sei die Aufgabe der Medizin. Ich finde, wir sollten hierbei nicht vergessen, dass fast alle Bäume von Natur aus zum Licht wachsen. Und den Aspekt von Entwicklung und Entfaltung von Knospen und Blüten, von vormals Verknotetem und Verwickeltem finde ich bedeutsam.

 

Salugenarium Logo

Im Inneren der Baumkrone befindet sich die Monade als Zeichen für Yin und Yang, getrennt und doch nie ohne einander. Auf jede Nacht – und sei sie noch so dunkel – folgt unweigerlich der Tag. Und ebenso, wie Tag und Nacht nicht ohne einander auskommen, bedingen sich Wärme und Kälte, Licht und Schatten, Lärm und Stille. Man findet die beiden polare Kräfte überall. Nach dem chinesischen Verständnis von Natur gibt es nichts, was diesen beiden Polen nicht unterliegt.

 

So gegensätzlich sie auch sind, so ergänzend verhalten sich Yin und Yang zueinander. Als elementare Energieformen sind sie stets im Fluss und darauf bedacht, einander auszugleichen. Wie zwei Fische sind sie miteinander verschlungen. Sucht man nach der Übersetzung des Wortes »Yin« wird man im Dunkeln fündig. Man stößt auf »die Schattenseite des Berges«. Entsprechend fällt »Yang« mit der »Sonnenseite des Berges« der hellere Teil in dieser Verbindung zu. Die jeweiligen „Augen“ der Fische symbolisieren zudem, dass sich in jedem Yin ein Teil Yang und in jedem Yang ein Teil Yin befindet.

 

Yin steht z.B. fürYang steht z.B. für
das Weiblichedas Männliche
die Erdeder Himmel
die Nachtder Tag
das Passivedas Aktive
die Kältedie Wärme
der Bauchder Rücken
die Beinedie Arme
das Blutdie Energie

 

Die Krone trägt außen Blätter und Früchte. Sie spenden Schatten und nähren, vielleicht sogar Erkenntnis. Im unteren Bereich finden sich die Wurzel, die stabil im Erdreich verankert sind. So ist der Baum unten fest und wiegt sich oben locker im Wind.

 

Ein Freund sagt mir, dass ihn das Logo an eine Raumsonde erinnere. Ob es eine Reise ins Ungewisse oder eine gezielte Erkundungsmission ist – ich lade Sie zu mir ein und freue mich, von Ihnen zu hören.